„So lange ein Lorbeerkranz der Lohn der Tapferkeit war, so lange hatte Rom Helden. So bald man aber der Tapferkeit Statthalter- schaften und Reichtümer versprach, fand Rom nichts als gemeine Krieger, die ihre Dienste immer nach ihrem Solde abmaßen, und sie zuweilen noch in geringerem Maße leisteten.“
Sacy, C.L.M. de — Brunn, F.L. [Übersetzer]:
Versuch über das alte Ritterwesen.
In: Berlinisches Journal für Aufklärung. 1788-90. 1789 , 5.Bd. , S. 36 – 66
Am Wochenende das Künstler- und Kinderfest Montmatre im Türkenschanzpark (ja, 1683 wurde diese Anhöhe von den Türken hartnäckig verteidigt) besucht, dabei Petra K. und ihren KollegInnen die Aufwartung gemacht. Auf der Picknick-Decke Rotwein getrunken (der Dichter blieb beim Wasser), Wurstbrote ausgepackt, geteilt und genüsslich verspeist. Ein wenig Bohème-Luft geschnuppert. Ja, da merkt man für einen kurzen Moment, dass es nicht viel braucht, um einigermaßen zufrieden zu sein. Kein Plunder. Kein Luxus.
Petra K. und ihre Bilder waren wärmstens begehrt. Vermutlich lag’s an der, durch reichlich Weingenuss, redseligen und gelockerten Zunge der Malerin. Während sie über Kunst und Künstlichkeiten plauderte, plauderte ich mit Thomas M. („Baron“) über die Visionslosigkeit der aufgeklärten Menschen. Die Angst vor der Zukunft. Überhaupt, die Zukunft, die früher (wann?) von vielen (wer?) als Verheißung angesehen wurde. Heute lebt die Zukunft nur noch in den Pensionsvorsorgerichtlinien auf. Und das Mäzenatentum heißt heute staatlicher Fördertopf. Der Mäzen ist heute ein staatliches Fachgremium aus Leuten, die sich anmaßen, mit dem Geld von vielen, wenige zu fördern.
Journal de Verdun, Dezember 1707
über Diable boiteux von Alain-René Lesage (1668 – 1747):
„Zwei Höflinge kämpften mit gezogenem Degen in Barbins Buchhandlung um das letzte Exemplar der zweiten Auflage.“
Durant – Band XIII, S. 279 – Südwest Verlag
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