Ein Mitarbeiter vom Gebühren-Info-Service der staatlichen Radio- und Fernsehanstalt (kurz: ORF) klopfte heute am späteren Nach- mittag an die Türe.
„Spreche ich mit Herrn Breuer?“
„Ja.“
„Bitte seien sie so gut, und melden Ihre Rundfunkgeräte an.“
„Wie?“
„Sie sind nicht angemeldet, oder?“
„Ich habe keinen Fernseher.“
„Auch keinen Radio?“
„Nein, auch keinen Radio.“
„Darf ich mal nachschauen?“, fragt er und zeigt mir seinen Ausweis.
„Okay“, antworte ich und geb die Türe frei.
Der Mitarbeiter wirft einen Blick in mein Wohnzimmer.
„Und Sie haben keinen Radio?“, fragt er mich erneut.
Ich schüttle den Kopf. Er bedankt sich und geht wieder. Eigentlich hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt gedacht, diese „Kontrollen“ wären eine Mär. Früher, zu Omas Zeiten, als noch jeder TV-Apparat eine Zimmerantenne hatte, klang das in etwa so: „da fährt ein großer Wagen herum, der hat viele Antennen auf dem Dach und die können jeden eingeschaltenen Fernseher lokalisieren.“ Als Kind hat man sich dann ziemlich gefürchtet, wenn es geklingelt hat – obwohl die Eltern brav die Gebühren gezahlt haben.
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