Österreich : Deutschland (davor)

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Hui, das Nervenkostüm zum Zerreißen gespannt. Eigentlich wollte ich ja Ro2069 auf Kurs bringen, aber irgendwie lasse ich es lieber bleiben. Vielleicht ein kleines Schläfchen. Das beruhigt und bringt am Abend die notwendige Frische, um unsere „Buam“ lautstark nach vor zu peitschen.

Morgen, wenn alles gelaufen ist, werde ich an dieser Stelle zurück kehren. Werde mich erinnern, als ich noch voller Anspannung und Vorfreude diese Zeilen tippte. Da war die Zukunft noch nicht geschrieben.

Die österreichische Seele ist seit 1918 schwer geschockt. Von einer monarchischen Großmacht in die Niederungen eines republikanischen Kleinstaates (Deutschösterreich), der in seiner „Größe“ nicht überlebensfähig war. Als Lösung schien nur eines Praktikabel: der Anschluss an Deutschland – was die damaligen Siegermächte natürlich zu verhindern wussten.

90 Jahre später denkt kein Österreicher mehr auch nur eine Sekunde daran, mit den Deutschen gemeinsame Sache zu machen. Nein, nein. Wir ziehen unser eigenes Ding durch. Und so warten wir auf das heutige Fußballspiel. Ein Sieg Österreichs aus heutiger Sicht ist unwahrscheinlich, aber nicht mehr unmöglich. Ist ja auch schon was, oderrr?

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10 Antworten zu „Österreich : Deutschland (davor)”.

  1. Avatar von nirakatak
    nirakatak

    Ein Sieg Österreich’s könnte dem Land und seinen Bewohner die Möglichkeit geben ein Gefühl für das Land zu bekommen das nicht nur mehr mit Jammern und Nörgeln, etc. zu tun hat.

    Es ist Zeit das wir auch mit einer positiven Einstellung zu uns und unserem rundherum glücklich werden können

    Und: „Vielleicht sind die Leiberln wirklich so wichtig“.

    Nun haben wir den Trauerflor ausgezogen. (Die Deutschen haben noch die alte Kombi). Rot/Weiß voran. Auch die Schweizer vertreten wir in den Farben. Türken, könnten sich zuhause fühlen – und halten hoffentlich nicht nur wegen dem „superspielenden“ Ümit zu uns.

    pak mas

    wenn ich es noch erlebe

  2. Avatar von Richard K. Breuer

    Also, mir gefällt es, wenn unsere Burschen in einem emotional hitzigen Rot spielen. Der Pogatetzt sieht dann zwar nur noch Rot, aber das Risiko müssen wir nun mal in Kauf nehmen.

    Ja, würden wir die Deutschen raushauen, die österreichische Brust würde ungesund anschwellen. Hipp Hipp Hurraaa!

    Richtig. Schau ma mal, ob wir das noch erleben werden.

  3. Avatar von nirakatak
    nirakatak

    nach dem spiel: … der pogatetz ist wieder sehr rot/heiß/rot (an)gelaufen.

    … das haupt brauchen wir nicht vor scham gesengt tragen …

    solche brüste will ich eh‘ nicht sehn …

    spielen wir halt wieder (nur) bei einer WM, blick geradeaus – hoffnungsfroh in die zukunft

    davon hat ja auch der gussi geprochen – aber er wird das land wohl kaum mehr in afrika (oder doch woanders? … wenn’s dort leider so rund geht) vertreten …

    die spö sägt‘ an stühlen, und ich … auch

  4. Avatar von Richard K. Breuer

    Ja, ja, den Blick geradeaus … am 6. September geht’s gleich gegen Frankreich in der WM-Qualifikation. Da sehen wir dann, was wir von der EM-Leistung mitgenommen haben.

    Die WM richten wir in Österreich/Schweiz aus … jetzt, wo alles so wunderbar klappt 😉

    Aha. An Stühlen wird also gesägt …

  5. Avatar von nirakatak
    nirakatak

    Da die EM2008 das ganze Licht der Öffentlichkeit auf sich zieht – im Dunkeln ist gut munkeln.

  6. Avatar von Richard K. Breuer

    Was wird denn da gemunkelt, im Dunkeln?

  7. Avatar von nirakatak

    Hi Herr Dichter,

    ach‘ ich meinte nur die politischen Mauscheleien die im Schatten des „Großereignisses“ (Spiel BRD-AUT) von Statten gingen.

    Übrigens, Österreich und die Schweiz als WM2010 Ersatz-Austragungsorte … das währe ja auch – „die“ – ausgleichende Gerechtigkeit.

  8. Avatar von Richard K. Breuer

    Yeah. Dann ersparen wir uns die Qualifikation, die wir natürlich mit links gewonnen hätten *hüstel*.

  9. Avatar von nirakatak

    Wenn hier soviel gemumkelt und gehüstelt wird dann frag ich mich ob ich nicht vom Blog ins Gästebuch wechseln soll.
    by

  10. Avatar von Richard K. Breuer

    Da kann ich nur sagen: fühl dich wie zu Hause, Nirakatak. Du bist überall gerne gesehen.

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