EM: Spieltag 3 – Gruppe D

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Mittwoch, 18. Juni 2008

Spieltag 3 – Gruppe D: russische Festspiele

Gruppe D, in Innsbruck (20:45): Schweden – Russland 0:2

So habe ich sie mir erwartet, die Russen. Spielerisch, läuferisch, technisch eine Augenweide. Die älteste Mannschaft des Turniers, Schweden, gegen die jüngste, Russland. Die Spanier konnten von der Unerfahrenheit der Russen noch profitieren, nutzten eiskalt ihre Chancen und ließen dem Gegner wenig Spielraum. Aber die Schweden, die noch an ihrem veralteten Spielprinzip festhielten (weil sie es gar nicht anders können: den Ball zu Ibrahimovic und hoffen, dass er einen guten Tag hat), waren den Russen hoffnungslos unterlegen. Keine Sekunde sah man ihnen an, dass sie das Spiel drehen wollten (schlag nach bei den Rumänen). So kam man in den Genuss eines russischen Offensiv-Spektakels. Herrlich. So  stellt man sich Fußball vor: schnell, exakt und der nötige Zug zum Tor. Die Holländer werden nun zum ersten Mal auf eine Mannschaft treffen, die ihnen in allen Bereichen ebenbürtig ist. Das wird ein Fußballfest. Nur eines müssen die Russen noch „lernen“: Effizienter zu werden. Denn da sind die Holländer im Moment eine Klasse für sich – man sehe sich nur das Tor von Robben an, der aus spitzem Winkel, von zwei Verteidigern bedrängt, über den Tormann ins kurze Eck knallt: so ein Tor dürfte es eigentlich gar nicht geben.

Gruppe D, in Salzburg (20:45): Griechenland – Spanien 1:2

Tja. Jetzt ist es passiert. Die Griechen sind neben den Franzosen die einzige Mannschaft, die mir Leid getan haben. Das soll etwas heißen. Mitleid ist so ziemlich die schlimmste Emotion, die eine Fußballmannschaft auslösen kann. Und Spanien? Die B-Mannschaft kann mit einer holländischen B-Mannschaft zwar nicht mithalten, aber für Griechenland reicht es allemal. Ich denke, das sagt wohl alles, oder?

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