Albertus Knorrus, Schriftstellerkollege aus Wien, hat mich vermittelt (warum kommt mir jetzt der Qualtinger in den Sinn?). Jana Trautmann, von leser-welt.de, bat mich zum Interview. Wie hätte ich dieser Verlockung widerstehen können? Ein Pfauenrad hab ich, glaube ich, nicht geschlagen. Bitte sehr:

Hallo Herr Breuer. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für ein Interview genommen haben. Sie haben ein Jahrzehnt in verschiedenen Banken gearbeitet, anschließend haben Sie Software entwickelt. Wie kam es dazu, dass Sie 2002 begannen, Ihren ersten Roman zu schreiben?
Ich wollte immer schon schreiben. Habe es auch in meiner Jugend getan. Aber der Funke für ein längeres Schreibprojekt wollte nicht überspringen. Zumeist war nach wenigen Seiten Schluss. Der lange Atem fehlte. Also kritzelte ich mein Tagebuch voll. Jahr für Jahr. Dann, eines Tages, machte mich eine damalige gute Freundin auf ein Buch aufmerksam. Es war Alessandro Bariccos „Seide“. Ich saß auf einer Parkbank in Wien, als ich zum ersten Mal hineinlas. Und ich war sofort fasziniert, überwältigt. Weil ich bis dato nichts Vergleichbares gelesen hatte. Dieser lyrisch märchenhafte, aber zugleich reduziert knappe Stil gefiel mir so sehr, dass ich mir dachte, das könnte ich auch. Und so kam eines zum anderen und ich zu „Azadeh“, meinem ersten Buch/Manuskript, mit dem alles seinen Anfang nahm.
Hinterlasse einen Kommentar