Zwitschern 2.0: twitter

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Die Spatzen pfeifen es ja schon längsten vom Dach: Micro-Blogging ist nun angesagt (oder ist es schon wieder vorbei?). Sag so viel du willst, aber mit maximal 140 Zeichen. Seltsam, oderrr? Die heutige Weg-Technologie rechnet mit Mega- und Gigabytes und dann sollst du deine Infos auf ein paar Bytes zusammenkürzen. Reduziertes Bloggen, sozusagen. Für die „weniger ist mehr“-Fraktion.

Wer sich auf twitter – ja, so heißt dieser Dienst – umschaut, der bemerkt, dass es viele twitter.leichen gibt. Die sind daran zu erkennen, dass die letzte Aktualisierung bereits mehrere Monate zurück liegen. Mit anderen Worten: die Leutchen probieren es aus und bemerken alsbald, dass der nötige Anreiz fehlt – will heißen: kaum jemand nimmt Notiz von ihren gebloggten SMS. Denn, wie überall im Web 2.0, gibt es auch hier eine Community. Will heißen: du musst dich bemühen, andere Leutchen kennen zu lernen. Das geht am besten, in dem man ihre Beiträge verfolgt („follow“), auf diese hin und wieder antwortet (ja, das geht auch) und du deinerseits deine Notizen in ein interessanten Licht rückst. In anderen Worten könnte man es auch so umschreiben: zeitraubendes Gewäsch.

Für mich ist es dahingehend interessant, dass ich ja einen Weg suche, kurze Infos in meinem Weblog zu integrieren. Weil es sich eben nicht immer auszahlt, einen eigenen Blog-Eintrag zu erstellen. Zum anderen ist es auch eine Möglichkeit, der Welt da draußen mitzuteilen, dass man für eine gewisse Zeit keine Lust hat, mit der Welt da draußen zu kommunizieren, weil gerade die „kreatiphe Vase“ in den Fingern steckt.

Meinen Blog füttere ich nun mit meinen twitter-Einträgen über das RSS-Feed. Die Aktualisierung geht aber ein wenig schleppend vor sich. Ärgerlich. Andererseits, wer es ganz genau und exakt wissen möchte, der kann ja auf die persönliche twitter-Seite klicken. Dort finden sich die letzten Einträge.

p.s.: verwende das Tool „twitterlicious“, das einerseits die Einträge anzeigt, andererseits auch das Schreiben solcher ermöglicht. Aber irgendwie funktioniert das nicht so, wie ich es mir vorstelle *grummel*. Ich sag ja immer wieder: Web 2.0 verspricht einem das Blaue vom Himmel, derweil erlebt man immer nur ein blaues Wunder.

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8 Antworten zu „Zwitschern 2.0: twitter”.

  1. Avatar von LillY
    LillY

    Also ich mag lieber Blumenstöcke, die halten länger.

  2. Avatar von Richard K. Breuer

    Aber auch nur, wenn man sie regelmäßig gießt und hin und wieder mit ihnen spricht. Blumentopf2.0, sozusagen.

  3. Avatar von wortman

    ich hab schon öfters von diesem twitter gelesen. allerdings seh ich persönlich da keinen sinn drin, in diese spielchen einzusteigen 😉

  4. Avatar von Richard K. Breuer

    Ja, die Bezeichnung „Spielchen“ dafür ist gar nicht mal schlecht gewählt. Denn auch hier gibt es Rankings und viele versuchen da natürlich in die Top 50 aufzusteigen um auf sich und ihre WebSites aufmerksam zu machen.

  5. Avatar von Manuela
    Manuela

    Kennst du bloegger.at? Die haben einen Stammtisch, bei dem man monatlich jede Menge Vollzeit-vernetzter Web2.0-Menschen aus Wien in echt kennen lernen kann. Super, oder? Ist wirklich ganz nett. Weniger nerdig, als man vermuten könnte 🙂

  6. Avatar von LillY
    LillY

    Was lebt, muss gepflegt werden.
    Ich bin zu alt für solche kurzen Gedankenrülpser. Will sie nicht geben und auch nicht konsumieren, außerdem ist das eher etwas für Egomanen.

  7. Avatar von Richard K. Breuer

    Egomane2.0?

  8. Avatar von Richard K. Breuer

    bloegger.at klingt tatsächlich interessant. Weil es ja gar nicht einfach ist, Wiener Blogger ausfindig zu machen. Die LillY ist mir ja durch puren Zufall über die Maus gelaufen. Ein Glück, dass ich rechtzeitig geklickt habe.

    Das nächste Mal, Manu, gehen wir gemeinsam hin, zum Blogtail. Und den Pebo und die LillY nehmen wir auch gleich mit. Jawohl!

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