Befindlichkeiten

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Gut. Tiret² in der Version 2.0 heute einmal abgeschlossen und ausgedruckt. Satte 166 Seiten liegen vor mir. Nun heißt es, diese wenigstens einmal durchsehen und dann aus der Hand geben und hoffen, dass die Sache verspricht, was ich davon halte. Overall bin ich sehr angetan, weil sich alles auf wunderbare Weise gefügt hat. Version 1.0 von TC. regelrecht vernichtet, musste die Radikalkur entscheiden, ob der Patient die Krankheit überlebt oder das Zeitliche segnet. Man könnte sagen, nach mehreren Wochen ist der Patient genesen und erfreut sich bester Gesundheit. Freilich, ein Rückfall ist nicht ausgeschlossen. Da heißt es, vorsichtig sein und auf allerlei Symptome achten.

Vorigen Donnerstag, bei einer Weihnachtsfeier mit Jungunternehmer, eine grandiose Geschäftsidee entwickelt. Aber davon später einmal mehr. Wenn man sich das Ganze durchüberlegt hat. Mit meinen beiden Büchern konnte ich auf der Feier ganz gut punkten.

Am Montag – der Termin ist jedenfalls fixiert – wird sich zeigen, wie es mit dem TV-Konzept weitergeht. Eventuell wollen wir daraus eine Kinofassung machen. Vermutlich hängt alles von Grissemann ab, was er sich wann wie vorstellt.

Am Dienstag wird mir also Lektorin EJ. die Leviten zu Tiret³ lesen. Hui, ein bisserl ein flaues Gefühl. Weil ich mir denke, die Geschichte ist mir gut gelungen. Sie verläuft hübsch linear, springt von einer Szene zur nächsten und führt konsequent zum Höhepunkt, der am Schluss natürlich einen (kleinen) Paukenschlag bereit hält. Vermutlich unerwartet. Vermutlich kann einem schon das Lachen im Mund stecken bleiben. Andererseits, unerwartete Ereignisse  – gegen den Strich gebürstet – sind meine Spezialität (sagen wir: ich versuche mich darin; der Meister ist für mich der gute Kleist, der in seinen Erzählungen am Ende schrecklich wütet und den Protagonisten in einem Nebensatz sterben lässt). Was, wenn EJ. die Augen verdreht (innerlich) und seufzt und zögert und „naja“ sagt? Ach, da ist das Schreiben natürlich das Paradies (so die Inspiration da ist und das Schreiben anrollt – ansonsten ist es die Hölle).

Am Donnerstag bei der Buddenbrooks-Premiere in Wien hochoffiziell vom Co-Produzenten geladen. Jessica Schwarz werde ich vermutlich nicht über den roten Teppich begleiten dürfen, aber vielleicht kann ich sie ein bisserl anschmachten. Vermutlich sollte ich zuerst mal den Wälzer vom guten Thomas Mann lesen. Andererseits, dann bleibt der Film wenigstens spannend.

Im Februar hat mit Peter Bosch einen jungen Praktikanten vermittelt, der sich den Job eines Schriftstellers ansehen möchte. Aha. Kurzerhand habe ich die Treffen ins Kaffeehaus verlegt. Wer ein guter Schriftsteller werden möchte, muss in Wien ins Kaffeehaus gehen und dort blöd in die Luft starren. Hin und wieder trifft einem dann eine Inspiration und dann freut man sich, ist selig und trinkt seinen Kaffee. Das entspricht dem Klischee vorbildlich, nicht? Natürlich wird der gute Jonathan, so heißt er, ordentlich das Geschäft und das Kreuz des Eigenverlegers kennen lernen. Ich gehe davon aus, dass er sich später einmal für einen ordentlichen Beruf entscheiden wird. Was ich ganz gut finden würde, denn wer soll sonst meine Pension sichern?

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Eine Antwort zu „Befindlichkeiten“

  1. Avatar von wortman

    zu Tiret²: Ich drück dir fest die Daumen Richard.

    zu Donnerstag: Da bin ich gespannt, was du oder ihr da ausgeheckt habt. Wenn es spruchreif ist, wirst du sicherlich drüber berichten, oder?

    zu Montag: TV-Konzept? Hab ich was verpasst?

    zu Dienstag: Toi, toi, toi

    zu Februar: *hehe* dann zeig ihm auch alles inkl. der Schattenseiten. Dann lernt er was vernünftiges und deine Pension ist gerettet 🙂

    Andererseits, unerwartete Ereignisse – gegen den Strich gebürstet – sind meine Spezialität
    DAS mag ich besonders. 🙂

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