Die folgende Nachricht erreicht mich vor ein paar Tagen von einem mir bekannten Autorenkollegen. Ich habe seine Fragen in aller Kürze beantwortet und werde mich im Blog ein wenig ausführlicher damit beschäftigen. Aber vorerst einmal seine E-Mail.
Folgende Situation bei mir: dem Printverlag ist die Puste ausgegangen, die Autoren wurden abserviert, einige haben ihre Bücher übernommen (ich auch, damit ich weiter Lesungen machen kann), bezahlt und die Rechte zurückerhalten.Fast zum gleichen Zeitpunkt stellt meine Frau einen Kontakt zu einem E-Book-Verlag her, der anbeißt.
Meine Frage: Soll man zugreifen, obwohl der E-Book-Verlag 80% (wofür?) und der Autor 20% bekommt, oder wär’s besser, es selbst zu machen? Mich würde interessieren, wie Du bei Beam gelandet bist? Nehmen sie jeden oder normalerweise nur Autoren mit Verlag? Welche Chancen hat man bei einem E-Book-Anbieter generell, wenn man es selbst veröffentlicht?
Die dritte Möglichkeit wäre: Warten auf amerikanische Verhältnisse. Laut Spiegel ist es dort bereits üblich, dass Autoren ihre Sachen selbst als E-Book anbieten und über Amazon immerhin 70% kassieren. Wie ich sehen konnte, hast Du über Amazon USA und UK veröffentlicht. Verständlich bei den momentanen Bedingungen in unseren Gefilden. Musstest Du einen Wohnsitz dort nachweisen, oder reicht eine Briefkastenfirma?
Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du meine Fragen in Stichworten beantworten könntest. Ganz ehrlich: Ich habe die Nase voll von Leuten, die nur mitkassieren und nichts dafür auf die Reihe kriegen. Die meisten Bücher habe ich bei meinen Lesungen verkauft und das ganze Jahr wie verrückt gewirbelt. Auch die Rezensionen gehen auf mein Konto. Vom Printverlag kam so gut wie nichts! Jetzt wo ich ein freier Mensch bin, möchte ich gerne die richtigen Entscheidungen treffen.
Dir alles Gute! Du bist der einzige, den ich kenne, der ganz konsequent alleine arbeitet. Hier quatschen immer alle nur von Verlagen. Hoffentlich kommt bald die lang erwartete Wende, von der alle reden …
Wer jetzt meint, mit selbstverlegten eBooks würde der Geldsegen einkehren, dem empfehle ich die Lektüre des Blogbeitrages von Petra van Cronenburg: Millionärsmärchen.
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