Versuchen wir ein weiteres Mal den Hintergrund des Konfliktes zwischen der westlichen Elite, die sich die Ukraine als Bauernopfer ausgesucht hat, und Präsident Putin zu beleuchten. Die Medienleute zeigen ein weiteres Mal, dass sie dafür bezahlt werden, Sachverhalte nicht zu verstehen und sich dumm zu stellen. Man fragt sich, ob das Vertrauen in die Medienwelt jemals wieder hergestellt werden kann. Nach der Pandemie-Propaganda kommt jetzt das Anti-Putin-Bashing. Man glaubt sich im falschen Film.
Zurück zur Ukraine, die dank westlichem Einfluss in eine „Color-Revolution“ gestürzt wurde. Die von Washington eingesetzten Politiker in Kiew tun genau das, was ihre Aufgabe war und ist, nämlich Putin zu reizen und herauszufordern. Acht Jahre lang geht das so dahin. Die östlichen Regionen, die mehrheitlich eine russische Bevölkerung stellen, wurden zum Angriffspunkt auserkoren. Es kam zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen und damit fortwährenden Kämpfen an den Grenzen und zuweilen innerhalb der Regionen. Von diesem Konflikt hörte man wenig in den Medien. Der Grund liegt auf der Hand: Wie erklärt man dem gutgläubigen Medienkonsumenten, dass diesmal die Aufständischen die Bösen sind, während sie in Syrien, Libyen, Nordmazedonien oder Kosovo zu Freiheitskämpfern hochstilisiert wurden, die ein Recht auf Selbstbestimmung hatten. In der Ukraine ist es plötzlich ganz anders. Da ist eine von Washington („F*ck the EU“) eingesetzte Regierung über jeden Zweifel erhaben, egal wie korrupt und despotisch sie auch agieren mag. Die Propaganda der Medien pinselt mit jedem Tag ein Bild in die Köpfe der westlichen Bevölkerung, das pure Illusion ist. Nicht das erste Mal. Nicht das letzte Mal.
In all den „unabhängigen“ Medienhäusern lagen Vorlagen für die erscheinenden Artikel längst in der Lade, sollte sich Putin entschließen, den Schrecken endlich zu beenden. Wieder einmal werden die Kriegstrommeln in den Redaktionsstuben gerührt, die so berührenden Fotos auf die Titelseite geklatscht (auch wenn diese vor Jahren aufgenommen wurden, was tut es zur Sache?) und politische Drohgebärden sogar von den unbedeutendsten Spielern (die österreichische Regierung ist angeschlagen und gehörte längst vom Spielfeld genommen!) in den Medienäther geblasen. Jeder, der nicht völlig gehirngewaschen ist, kann nur den Kopf schütteln, ob dieser obskuren Idiotie, die diesmal nicht lustig, sondern gefährlich ist.
Die westliche Elite liebt es, sogenannte Stellvertreterkriege, proxy wars, zu führen. Man gewährt großzügige finanzielle Hilfen, liefert Waffen und Munition sowie nachrichtendienstliche Informationen, bezahlt Söldner, aber bluten sollen gefälligst die anderen. Die Trumpfkarte ist die no fly zone, was nichts anderes bedeutet, als dass die Alliierten Städte und Ansiedlungen in Schutt und Asche legen dürfen. Kollateralschäden werden achselzuckend in Kauf genommen. Für die „Wiederherstellung der Demokratie“ und für die „Absetzung eines Despoten“, da können schon ein paar Eier zu Bruch gehen, will man am Ende schmackhafte Omelettes haben.
Niemand in Journalisten- oder Expertenkreisen, der sich die Frage stellt, warum Putin gerade jetzt diese „Invasion“ in Gang gesetzt hat? Die Antwort kann nur sein, dass Washington begonnen hatte, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Ostregionen endgültig von Russlands Einflusssphäre loszureißen. Putin konnte nicht länger zuwarten. Hätte ukrainisches Militär mit ausländischer Unterstützung die Ostregionen überrannt und okkupiert, bzw. zum Schlachtfeld auserkoren, wäre es für Moskau kaum noch möglich gewesen, einzuschreiten oder diesen Angriff abzuwehren. Es sei denn, man hätte große Verluste in der russischsprachigen Zivilbevölkerung in Kauf genommen.
Russia’s operation in Ukraine has become the only option left to prevent further bloodshed in the country and stop Kiev from trying to launch an all-out assault on the breakaway regions of Donetsk and Lugansk in the country’s east, the Kremlin has explained. RT
Ein Indiz für den bevorstehenden ukrainischen Angriff auf die Ostregionen mag sein, dass die beiden ehemaligen Ostprovinzen der Ukraine vor wenigen Wochen von Putin als selbstständige Staaten anerkannt wurden. Auf diese Weise kann er völkerrechtlich argumentieren, einem Angriff zuvorgekommen zu sein. Für Washington hatte jedenfalls diese lapidare Argumentation seinerzeit gereicht, um offiziell Krieg gegen Afghanistan („Osama bin Laden plant weitere Anschläge!“) und Irak („Massenvernichtungswaffen!“) zu führen. Die zivilisierte Welt hatte Washington grünes Licht für Afghanistan gegeben. Beim zweiten Irak-Krieg sah es freilich anders aus, aber das ist eine andere Geschichte.
Washington mit ihrem Schoßhündchen Brüssel hatte Putin in eine Ecke gedrängt. So viel steht mal fest. Aber welchen Plan hat die Elite, um diesen Konflikt zu ihren Gunsten auszuschlachten? Russland wird vollends von Europa isoliert. Die größte Gefahr für amerikanische Wirtschaftsinteressen ist seit jeher eine Verständigung zwischen Russland und Europa. Dies dürfte jetzt für die nächsten Jahre und Jahrzehnte vom Tisch sein. „Mission accomplished„.
Russland wird noch mehr wirtschaftlich und gesellschaftlich geschwächt. Es mag sich zeigen, ob Peking diese Schwäche auszunutzen versteht – oder ob es zu einer für die westliche Welt bedeutsamen Schulterschluss dieser beiden Riesenreiche kommt. Diese Konstellation kann nicht im Sinne der Globalisten sein.
Mit der Schwächung Russlands geht auch die Schwächung Europas einher. Der Zenit Europas ist seit Ende des Kalten Krieges im Sinkflug. Die Formung der Europäischen Union beschleunigt nur das Unausweichliche. Man hat gesehen, wie die Elite mit bankrotten EU-Staaten umspringt. Man weiß um die stetige Zentralisierung von Macht in den Händen weniger. Ein altbekanntes Übel, das Macht mehr Macht anzieht und die Verantwortlichen völlig korrumpieren lässt. Der gesellschaftliche Werteverfall im Westen – wenige osteuropäische Staaten stemmen sich noch dagegen – ist ein Zeichen der Dekadenz und der moralischen Implosion. Die Meinungsvielfalt, der gedankliche Austausch, die kulturellen Unterschiede, kurz, alles, was das ehemalige Labor Europa ausgemacht hat, ist von einem „von oben eingepflanzten“ Gedankengut, das sich als ‚linksliberal‘ wahrnimmt, zerstört worden. Ironischerweise musste Russland nach der bolschewistischen Revolution von 1917 genau dieses „linksliberale“ Gedankengut über sich ergehen lassen und weiß deshalb nur zu gut, um dessen Gefährlichkeit für die Gesellschaft.
Um die europäische (und amerikanische) Bevölkerung von diesem Verfall abzulenken, werden Kriege geführt. Zuerst war es der Krieg gegen den Terrorismus, dann der Kriege gegen das Virus und jetzt ist es der Krieg gegen die „sowjetisch-chinesische“ Einfluss-Sphäre. Für eine nicht absehbare Zeit ist ein Kalter Krieg2.0 angesagt. Bis Putin durch eine Globalisten-Marionette ersetzt wird, der nach der Pfeife Washingtons tanzt.
Bitte behalten Sie dabei immer im Hinterkopf, dass die Globalisten keinerlei Heimatland kennen. Staaten sind nur Basis für ihre ausgreifenden Einflussnahmen in Politik und Wirtschaft. Diese Elite, deren Zusammensetzung niemand kennt – Walther Rathenau sprach 1909 von 300 Kaufleuten – zieht Fäden und spinnt Geschichten. Am Ende ist es ein System, an dem sie arbeiten und das am Ende den Einzelnen völlig abhängig und damit unfähig macht, sich aufzulehnen.
Zurück zur Ukraine. Im Zuge dieses Konflikts bekommen die Schergen der Globalisten jenen Grund, den sie benötigen, um gegen unliebsame Kritiker im Inneren vorgehen zu können. Bereits Präsident Woodrow Wilson genauso wie Franklin Roosevelt haben seinerzeit Pazifisten und Kriegsgegner ohne Prozess weggesperrt. Die freie Meinungsäußerung war damals praktisch verboten. Zensur wurde salonfähig. Schließlich ging es um „unsere Jungs“ auf den Schlachtfeldern Europas und Asiens. Hillary Clinton bekommt endlich, nach ihrer überraschenden Wahlniederlage von 2016, die Gelegenheit, vor Erzfeind Putin und seinen amerikanischen Anhängern zu warnen.
Blickt man sich in der grausamen Historie um, dann sollte einem schnell klar werden, dass die Mächtigen alles daran setzten, jeden Widerstand bereits im Keim zu ersticken. Gut möglich, dass die inszenierte Pandemie genauso wie der vom Zaun gebrochene Ukraine-Konflikt die Spreu vom Weizen, das heißt, die einflussreichen „Querulanten“ von den unbedeutenden Schwurblern trennen soll. Weil, „wer nicht für uns ist, ist gegen uns!“ (Bush Jr.).
Letztlich ist das weltweite, dank FIAT-Geld ins unendlich gehende Finanzsystem, am Ende der Laufzeit angelangt. Bereits 2010 stellte man fest, dass in fünfzig Jahren mehr als die Hälfte aller Staaten bankrott sein würden. Mit der inszenierten Pandemie und den wirtschaftlichen Einschnitten kommt das Ende wohl schneller als prognostiziert. Deshalb möchte die Elite das Finanzsystem auf neue Beine stellen oder, wie es so schön in einer Werbedurchsage des World Economic Forum hieß:
„Du wirst in Zukunft nichts mehr besitzen und glücklich sein“.
Ach, schöne neue Welt.

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