Was hat die Elite mit Deutschland und Russland vor? #Zukunft

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Wer sich mit der Historie abseits des Mainstreams beschäftigt, wird alsbald stutzig. Vor allem die sogenannte Geschichtsschreibung zwischen 1914 und 1945 ist öfters in einem orwellschen Sinne verändert und ergänzt worden. Unbequeme Tatsachen hat man verdreht und verbogen. Dort, wo dies nicht möglich war, hat man die Fakten in ein memory hole geworfen und somit dem Vergessen preisgegeben. Aber Fakten verschwinden nicht, nur weil man sie ignoriert, wusste bereits Aldous Huxley. So darf es nicht weiter verwundern, wenn der gewöhnliche Bürger, sei er in Deutschland, sei er in den Vereinigten Staaten zu Hause, mit der Interpretation der gegenwärtigen Zustände überfordert ist, fehlt ihm der welthistorische Unterbau.

Ginge es nach einer Elite in Washington, dann hätte Deutschland nach 1945 zu einem Agrarstaat herabgestuft werden sollen. Deindustrialisierung hieß das Schlagwort. Der US-Finanzminister Morgenthau gab diesem Vorhaben seinen Namen. Schlussendlich wurde der Plan nicht durchgeführt, da vernünftige US-Politiker eine geopolitische Gefahr in der Schwächung Deutschlands sahen. Stalin war nämlich kurz davor, ganz Osteuropa unter eine kommunistische Herrschaft zu stellen, nicht mit Zuckerbrot, vielmehr mit Peitsche wurde da vorgegangen. General Patton schrieb nach Ende des Krieges in einem Brief an seine Frau, dass die USA womöglich den falschen Feind besiegt hätten und plädierte dafür, mit den Bolschewisten und der sowjetischen Armee kurzen Prozess zu machen. Wenig später verstarb General Patton nach einem sonderbaren Autounfall in Deutschland. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wie Prof. Sutton ausführlich darlegte, hätte sich eine ausgeblutete und ausgebrannte Sowjetunion ohne westliche Hilfe nicht lange vor und nach 1945 halten können. Während des Kalten Krieges war Moskau beispielsweise von amerikanischen Getreidelieferungen und westlichen Knowhow-Transfers abhängig. Heutzutage ist Russland der weltweit größte Exporteur von Getreide. Wir sehen, wie sehr sich das Land nach dem Ende des Kalten Krieges und der westlichen Ausplünderungs-Kampagne in den 1990ern gewandelt hat. Als ich 2018 zur Fußball-WM nach Moskau und NIschni Nowgorod reiste, da konnte man eine Aufbruchsstimmung wahrnehmen. Russland wollte aus dem Schatten treten und wieder eine ebenbürtige Rolle auf der geopolitischen Bühne spielen. Als einstige Weltmacht, die arg gelitten hatte, ein verständlicher Wunsch, der im Westen freilich auf Unverständnis und Ablehnung stieß.

Tauchen wir kurz in die Historie ein: Das Britische Königreich war um 1900 tatkräftig bemüht, einen Keil zwischen Moskau und Berlin zu treiben, wohl wissend, dass eine Allianz zwischen diesen beiden Ländern die größte Gefahr für das britische Weltimperium darstellen würde. Nach 1945 wurde Großbritannien von den Vereinigten Staaten als alleinige Weltmacht abgelöst, die Geopolitik änderte sich bis heute nicht. Washington ließ eine Annäherung Berlins an Moskau nicht zu. Da die US-Amerikaner dem deutschen Volk einen Friedens- und Staatsvertrag bis zum heutigen Tage verweigern, ist die BRD bzw. Deutschland niemals souverän gewesen. Die Elite hatte und hat ein leichtes Spiel mit von Washington eingesetzten Politikern und Medienleuten in Deutschland.

Unverständlich bleibt vorerst, warum die Elite mit der Einsetzung Merkels Deutschlands Abstieg einläutete. Fürchtete man, dass es in naher Zukunft doch noch zu einer Verständigung und Verbindung zwischen Moskau und Berlin kommen könne? Dann wäre es natürlich ganz im Sinne Washingtons, in Deutschland verbrannte Erde zu hinterlassen. Ein deindustrialisiertes und damit wirtschaftlich am Boden liegendes Deutschland hätte wenig Mehrwert für Moskau.

Mit der Wiedererstarkung russischen Selbstbewusstseins unter Präsident Putin und der militärischen Einmischung Moskaus in Syrien, wurde für das amerikanische Imperium eine rote Linie überschritten. Von da an begann man in Washington Pläne auszuarbeiten, wie man Russland in die Schranken würde weisen könne. Die Ukraine wurde mittels eines Coups als tickende Zeitbombe scharf gestellt – es brauchte freilich viele Jahre, bis die militärischen Kapazitäten durch die NATO aufgebaut werden konnten. Moskau dürfte bemerkt haben, dass dadurch eine Konfrontation mit dem Westen unausweichlich werden würde und traf die notwendigen militärischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Vorbereitungen.

Hat am Ende die Elite in Washington und London die Abwehrkräfte Russlands unterschätzt und die westliche Hilfestellung überschätzt? Hat die Elite noch einen Trumpf im Köcher? Oder geht es bereits, frei nach Orwell, um die Installierung eines ewigen Konfliktes, der zwischen dem Westen und dem Osten ausgefochten wird – einmal in Europa, einmal in Asien? Will man Deutschland mit allen Mitteln in die Ecke drängen, auf dass sie nur noch einen einzigen Ausweg sehen, nämlich Operation Barbarossa 2.0 auszuführen? Hat man deshalb vor Jahren tatkräftige junge Männer ins Land geholt? Vielleicht, wer weiß, werden diese Männer bereits heimlich als Söldner ausgebildet und ausgerüstet. Siehe Afghanistan 1979.

Westliche Politiker haben jedenfalls den Bezug zur Realität längst verloren. Sie sprechen von Friedensabsichten und liefern Waffen. Sie sprechen von Demokratie und grenzen unbequeme Politiker aus. Sie sprechen von Meinungsfreiheit und unterdrücken Gegenstimmen. Wie lange mag es dauern, bis die Bürger dieser Welt genug haben, von dieser aufgeblasenen Scheinwelt, die nur mittels US-Dollar-Gelddruckmaschine, der CIA, Hollywood und einem willigen Mainstream-Medienapparat aufrechterhalten werden kann?

Was mag die Elite mit Moskau, Peking und Berlin vorhaben?

Nichts Gutes.
Das lässt sich mal mit Bestimmtheit sagen.

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