Es war ein lauer Sommerabend in Baden bei Wien, als ich, im Kurpark sitzend, zu einer Inspiration fand. Ohne es gewollt zu haben, besuchte mich jener Satz, der den Abschluss der Alice-Trilogie krönen wird. Der letzte Band mit dem Arbeitstitel 99 Briefe und ein Satz verlangt nach einem, der aus dem Vollen schöpft und dabei Ende und Anfang beinahe quantenmechanisch verschränkt. Während ich auf Rückmeldungen zu Azadeh warte, mich somit in einem schöpferischen Niemandsland aufhalte, hat sich das Projekt Alice klammheimlich in den Vordergrund geschoben. Lange ist es zur Seite gelegt worden, wollte ich, ja, musste ich Azadeh nach bald 20 Jahren ans Licht holen und veröffentlichen. Schweren Herzens. Natürlich. Niemand lässt sein Lieblingskind ohne einem tiefen Seufzen in die gefühlskalte Welt ziehen. Aber so ist es nun einmal. Loslassen und sich darauf einlassen. Was fürs Leben gilt, gilt auch fürs Literarische. Damit ist alles gesagt.

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