Nur ein Schäuflein Erde

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Seltsam fühlt es sich an. Wenn das Ende eines Lebens den kirchlich-rituellen Sanctus erhält und die Erinnerung, die einen Menschen ausmacht, ihn erst zu einem macht, zu Grabe getragen wird. Dann ist alles Vergangenheit. Zurückliegend das gemeinsam Erlebte. Jene Schar, die ein Schäuflein Erde in die Hand bekommen, sind Gegenwart, sind im Hier, im Heute und stehen mit einem Fuß, mit einem Gedanken, mit einem Atemzug in der Zukunft. Bis diese eine Zukunft nach einer langen oder kurzen Weile zu einer Gegenwart wird, in der ein Schäuflein Erde auf die Vergangenheit geworfen werden muss. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg zu gehen.

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