Lunas Poesie

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Der Zufall, natürlich, war es, der mich in diese besonderen Augen blicken ließ. In einer kleinen Buchhandlung, die es noch gar nicht so lange gibt, obwohl man meinen könnte, es gäb sie schon immer. Irgendwo in Wien. Irgendwo in der Otto-Bauer-Gasse. Da saß sie, bescheiden und zurückhaltend, das Wunder der Bücher mit großen Augen aufnehmend. Ich konnte nicht anders. Niemand hätte anders können. Eine Frage. Eine Antwort. Ein kurzes Gespräch. Da der junge Mensch, nach der Zukunft greifend und dort der Schriftsteller im Vergangenen rührend. Gemeinsam erleben sie Anfang und Ende einer poetischen Dichtung, die nur im Kopf phantastisch geschrieben wird. Kurz und gut, Luna, so wollen wir sie nennen – und vielleicht heißt sie auch so – träumt, dichtet, atmet Bücher um selbst einmal eines zu schreiben. Ihre Bescheidenheit ist makellos, ihr Streben großartig, weshalb ich ihr den Floh ins Ohr setzte, einen Blog in ihr schreibendes Leben zu bringen. Das mag nicht viel bedeuten und doch kann es Lunas Welt bereichern. Ein Stein muss ins Rollen gebracht werden, um eine Lawine auszulösen. Eine brachiale Analogie und doch setzt sich der kreative Mensch immer einer großen Gefahr aus. So ist es. So muss es sein. Nun, meine liebe Luna, es liegt an dir, immer wird es nur an dir liegen, den ersten Schritt zu tun und ins Freie zu treten. Was wirst du dort erleben? Was auch immer es sein mag, du wirst daraus Worte und Sätze, deine Geschichte, formen, während ich mich zurücklehne, diese so strahlend-leuchtenden Augen vor mir sehe und mich frage, wohin mich diese führen werden. Ja, wohin?

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