Die ganze Welt nur Bühne: Donald Trump gewinnt die Wahl und ist erneut Präsident der USA

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Gegen 8 Uhr 30 MEZ, ich war müde wie ein Stein, war die Sache endlich gegessen und Donald Trump wurde als 47. Präsident der Vereinigten Staaten bestätigt.

Kein Vergleich zum Jahr 2016, als er und seine Anhänger ein Wunder vollbrachten, das niemand für möglich hielt, schon gar nicht Hillary Clinton und ihre Getreuen. Noch immer frage ich mich, was damals vorgefallen ist und die einzige Erklärung, die ich für mich gefunden habe, ist jene, dass man diese Trumpsche Flutwelle vollkommen unterschätzt hatte. Vier Jahre später, 2020, machten die Demokraten diesen Fehler nicht mehr und zauberten in Swing States Paletten an Mail-In-Ballots aus den Taschen respektive LKWs, die, wundersam, allesamt auf Joe Biden entfielen. Ja, die astronomischen Wahrscheinlichkeiten, die es bei dieser Wahl zum ersten Mal gab, störte freilich niemand. Für die linksliberale Elite, die die (medialen und politischen) Fäden in der Hand hatten, hatte der richtige Kandidat gewonnen.

Wo mögen nur die vielen Millionen Wähler hinverschwunden sein, die vor vier Jahren Joe Biden ihr Vertrauen aussprachen? Wir haben es mit einer Anomalie zu tun, die man so oder so interpretieren kann. Faites vos jeux.

Ich weiß es noch genau, wie mich all diese Ungereimtheiten, Widersprüche und Merkwürdigkeiten mehrere Tage und Nächte im November 2020 vollkommen in Beschlag nahm (kann man hier im Blog nachlesen). An Schlaf war praktisch nicht zu denken, immer davon ausgehend, dass die große Überraschung doch noch folgen würde. Tatsächlich gab es am 6. Jänner 2021 eine surprise party im Kapitol. Die Demokraten und ihre Handlanger versuchten aus der „Erstürmung des Kapitols“ über Monate und Jahre noch Kapital daraus zu schlagen. Aber sieht man sich an, was damals tatsächlich geschehen ist, dann hat die „Erstürmung“ mehr mit einer „unangemeldeten Touristenführung“ zu tun. Darüber habe ich viel nachgedacht und geschrieben. Eine ohnmächtige Wut lag jedenfalls damals über vielen Wählern, die sich betrogen fühlten. Ironischerweise waren es gerade US-Bürger mit Migrationshintergrund, die sich getrauten, als Augenzeugen von Wahlschwindeleien eidesstattliche Erklärungen abzugeben, die von den Medienleuten mit kalter Präpotenz ignoriert wurden. Ich litt mit all diesen Menschen, die sich in den USA ein neues Leben aufgebaut haben, nur um zu bemerken, dass das System weder fair noch demokratisch war.

Vier Jahre später, 2024, sollte für all diese Geschmähten die politisch-mediale Ohnmacht ein Ende haben. Donald Trump und seine Anhänger rollten über die Harris-Demokraten hinweg. Der Vorsprung war bereits in der Wahlnacht so eklatant, dass den Medienhäusern nichts anderes übrig blieb, als Trump zähneknirschend den Sieg auszusprechen. Gerne hätte man die Entscheidung hinausgeschoben und – Simsalabim – Mail-In-Ballots herangeschafft. Doch diesmal wurden bereits im Vorfeld alle juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft, um eine mögliche Wahlverfälschung zu verhindern. Schlussendlich werden sich die Wähler der Demokraten sagen, dass Kamala Harris niemals die erste Wahl gewesen sei – und es steht zu befürchten, dass ein kognitiv und körperlich im Verfall begriffener Joe Biden besser abgeschnitten hätte als seine Vizepräsidentin. Diese Einsicht mag für viele treuherzige Demokraten ein schmerzhafter Schlag unter die Gürtellinie sein. Gut möglich, dass das Clinton-Obama-Biden-Syndikat alle möglichen Herausforderer (Bernie Sanders, Robert F. Kennedy Jr., Tulsi Gabbard, usw.) von Beginn an klein hielt, da man von diesen eine Abkehr der Syndikats-Agenda zu befürchten hatte.

Die überschäumende Euphorie von 2016 ist heute freilich nicht mehr zu spüren. Zu viel ist zwischenzeitlich auf der politischen Bühne geschehen und nicht geschehen. Diesmal war es eher ein tiefer Seufzer der Erleichterung, wollte man sich weitere vier Jahre unter einer demokratischen Herrschaft nur noch als Dystopie vorstellen, in der 2+2=5 zu ergeben hatte or else. Donald Trump wird wahrscheinlich im Kongress und ganz sicher im Senat auf eine republikanische Mehrheit zurückgreifen können, um seine politisch-gesellschaftliche Vision von einem prosperierenden Amerika umzusetzen. Ob es ihm gelingen wird? Und welche Auswirkungen mag es auf die Welt haben? Alle Augen sind nun auf ihn gerichtet, hat er Großes zu bewältigen:

Ukraine-Russland-Konflikt, Israel-Iran-Konflikt, multipolare Weltordnung (BRICS/China), ausufernde linksliberale Agenda, Steuerung eines Wirtschaftsaufschwunges, monopolartiges Tech- und Medienkonglomerat, Europas wirtschaftlicher Verfall (NATO, EU), die Ablehnung der westlichen Elite gegenüber Trump und allen populistischen Politikern, unausgereifte Klimawandel-Agenda (Energie/Rohstoffe), illegale Massenimmigration, WHO-Dominanz in Gesundheitsfragen uvm.

Im Gegensatz zu 2016 hat Trump jetzt kompetente Mitstreiter, die ebenfalls Visionen haben und sich vom politischen Lobby-Blabla stark abgrenzen. Allen voran Robert F. Kennedy Jr., der sich für die Gesundheit der Bevölkerung einsetzt und sich getraut, große Lebensmittel- und Pharmakonzerne öffentlich (!) anzuprangern. Elon Musk hat sich für Trump weit aus dem Fenster gelehnt, was sich nun für ihn bezahlt machen dürfte. Er hat das linksliberale Social-Media-Monopol mit dem Kauf von twitter aufgebrochen, hat Trump wieder eine Bühne gegeben, die man ihm seinerzeit wegnehmen konnte (daran kann man ersehen, wer wirklich die Macht im Lande innehatte, getraut sich ein Tech-Unternehmen den amtierenden Präsidenten zu canceln). Wir dürfen also gespannt sein, inwiefern der neu gewählte Präsident Trump twitter/x als Kommunikationsmittel einsetzen wird (um auf diese Weise das linksliberale Medienkonglomerat die Stirn bieten zu können – weil: nimmt man einem regierenden Politiker die Möglichkeit der ungefilterten Kommunikation, dann sind es die Medienhäuser, die alle Macht in Händen halten, in dem sie entscheiden können, was kommuniziert wird und was nicht; sie haben die Deutungshoheit – bestes Beispiel ist der „fine people“-Hoax, der noch immer in den Köpfen linksliberaler Bürger ist, weil die Medienhäuser keinerlei Anstalten machten, diese (mit Absicht!) aus dem Kontext gerissene Deutung zu berichtigen.

that this nation, under God, shall have a new birth of freedom – and that government of the people, by the people, for the people, shall not perish from the earth

Es bleibt zu hoffen, dass in den nächsten vier Jahren Präsident Donald Trump eine Politik für das Volk (for the people) und gegen das Establishment zu machen bereit ist. Ob es überhaupt möglich ist, gegen die bestehende Machtstruktur zu regieren? Im Jahr 2016 gelang es nicht, da die Widerstände übermächtig waren. Acht Jahre später sollten Trump und seine (diesmal hoffentlich besser ausgesuchten) Mitstreiter nicht mehr so blauäugig und naiv sein, sich dem Gegenwind ungeschützt auszusetzen. Kurzum, Medienleute genauso wie Demokraten, die sich beginnend 2016 vier Jahre lang einzig und allein mit dem „Phänomen Trump“ beschäftigt haben, werden sich nun mit dem Ausnahme-Politiker und seiner Vision ernsthaft auseinandersetzen müssen. Es ist längst an der Zeit, in der westlichen Welt über den gesellschaftlichen Verfall offen zu sprechen, der von den Verantwortlichen nicht wahrgenommen oder einfach als „rechte Rhetorik“ verunglimpft wird. Auf diese Weise schiebt man das Unausweichliche in eine nahe Zukunft und jeder weiß, dass der Kelch nur solange zum Brunnen geht, bis er bricht.

Gewiss, niemand weiß, was im Hintergrund gespielt und geschauspielert wird. Vielleicht, frei nach Shakespeare, ist die ganze (politische) Welt nur Bühne und alle Politiker und Politikerinnen bloße Spieler. More to come.

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