Die Tagebücher der Brigitte Reimann und allerlei Gedanken im Zaubergarten

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Die Tagebücher der viel zu früh verstorbenen ostdeutschen Autorin Brigitte Reimann gelesen. Die Parallelen zu einer Ingeborg Bachmann sind nicht zu übersehen. Beide Frauen sehnten sich nach dem Leben in allen Facetten, rauchten wie ein Schlot, ließen sich besoffen ins Bett fallen und befeuerten die männliche Balzerei. Die Liebe war einzig Illusion, der sie vollkommen verfielen. Bachmann und Reimann wollten von keinem Mann abhängig sein, trieben diese Unabhängigkeit jedoch auf die Spitze.

Im Bücherkasten das Buch Geister und Dämonen von Heinrich Harrer mitgenommen. Es tut gut, wenn man sich hie und da anderen Kulturen zuwendet und von diesen erfährt, wie das Dasein gelebt werden kann.

Das Pfingstwochenende im Zaubergarten verbracht – auch wenn das Wetter Kapriolen schlug, ich versuchte das Beste daraus zu machen. Es gilt, sich allerlei und vielerlei Gedanken zu machen. Über das Kommende. Über das Zukünftige. Die Druckfahne Azadeh harrt der letzten Durchsicht. Meinen Teil habe ich erledigt. Jetzt kommt es auf andere an. Daneben gilt es, mich und meine Bücher in den Sozialen Medien erneut zu positionieren. Eigentlich widerstrebt es mir, die Werbetrommel zu rühren, lehne ich Anbiederung ab. Und bei alledem lauert die Gefahr, den Bogen zu überspannen, zu viel von der Welt und den Menschen zu wollen und damit der Enttäuschung Tür und Tor zu öffnen. Der freigeistige Künstler will natürlich bejubelt und beklatscht werden. Aber wie sagte einst Graf Mirabeau?

Das Publikum ist eine undankbare Geliebte.

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