Die FIFA Klub Weltmeisterschaft 2025 in den USA: mögen die Spiele beginnen

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Gestern Nacht, nein, heute um 2 Uhr früh, startete die FIFA Klub Weltmeisterschaft mit dem Eröffnungsspiel zwischen Al Ahly und Miami, das heißt Ägypten forderte Florida (USA) heraus. Am Ende war es eine Nullnummer, trennten sich beide mit einem torlosen Remis. Im Großen und Ganzen war das Fußballgekicke in Ordnung – versuchten beide Mannschaften den Ball nach vorne zu tragen – das ist heutzutage ja nicht die Regel. Wobei, dank PSG und Barcelona ist das Offensivspiel wieder im Kommen und wird hoffentlich das Ballbesitzspiel – langweiliges Herumgeschiebe des Balles in den eigenen Reihen, bis sich eine Lücke in der gegnerischen Abwehr auftut – ablösen. Trainer Guardialo entwickelte dieses System zur Perfektion – einmal in Barcelona, einmal in Manchester. Kein Wunder, wenn er den Hass der ganzen Fußballwelt auf sich zog – das ermüdende Ballbesitzspiel hatte Stehfußballcharakter. Wer will sich das 90 Minuten lang anschauen? Eben. Aber jede Zeit hat ihr System. Dem Fußballgott sei’s gedankt.

Die FIFA Klub Weltmeisterschaft bringt ein Sammelsurium an Vereinen aus der ganzen Welt zusammen – und sorgt damit in gewisser Weise für eine Völkerverständigung. Auch wenn die Größenunterschiede eklatant ausfallen können – die Bayern aus München haben die Neuseeländer aus Auckland mit 10 : 0an die Wand gefahren – wir Zuschauer dürfen endlich einmal kontinentale Vergleiche ziehen. Am Ende – davon ist auszugehen – wird der Sieg unter den europäischen Platzhirschen ausgespielt werden. Es erinnert an längst vergangene Zeiten, als Europa in allen Bereichen die Welt dominierte, sie in gewisser Weise unterjochte. Für die Dauer der Klub-Fußball-WM wollen wir diesen Blick in die dunkle Historie natürlich bleiben lassen. Erfreuen wir uns am Fußball. Mögen die Spiele beginnen.

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