Man muss nicht an Verschwörungen glauben. Man muss nur die Punkte verbinden, die offen auf dem Tisch liegen.
Wenn ich mit meiner weiter unterhalb ausgeführten geopolitschen Analyse richtig liege – gemacht am Osterwochenende Anfang April 2026, dann müssten sich zwingend folgende Ereignisse in den nächsten Wochen einstellen:
Washington (Präsident Trump) eskaliert den Konflikt gegenüber dem Iran, indem (zivile) Infrastruktureinrichtungen zerstört und Angehörige des Führungskaders weiterhin eliminiert werden. Schließlich erfolgt die Zerstörung von Irans Erdölförderinstallationen und Entsalzungsanlagen.
Iran erwidert die Eskalation, indem die mit den USA verbündeten Golfstaaten angegriffen werden. Nach Bombardierung von Infrastruktureinrichtungen werden schließlich die Erdöl/Erdgasförderinstallationen und Entsalzungsanlagen attackiert. False-Flag-Aktionen sind sehr wahrscheinlich!
Die Folge ist ein exorbitanter Anstieg des Öl- und Gaspreises am Markt und damit eine globale Energiekrise, die wiederum eine Wirtschaftskrise auslöst, die wiederum zu einer politisch-gesellschaftlichen Destabilisierung in vielen (vor allem asiatischen) Ländern führt. Dadurch kann Präsident Trump Druck auf Peking ausüben. — Ist ein Großteil der Öl-Gas-Förderanlagen in der Golfregion ausgeschaltet, wird der Konflikt zu einer Belagerung gegenüber Iran. — Alternativ könnte die US Navy beginnen, Tanker, die iranisches Öl nach Asien transportieren, mit Gewalt zu übernehmen und umzuleiten. Dadurch würde Iran gezwungen sein, an der Eskalationsschraube zu drehen. — So oder so erleben wir einen globalen Ausnahmezustand, der wiederum größtmöglichen geopolitischen und vor allem innenpolitischen Spielraum für viele Staaten bietet. Vergleiche dazu die Covid19-„Pandemie“, als die größten Machtzentren in Ost und West an einem Strang zogen, um Bürgerrechte einzuschränken.
Was spricht dagegen? Präsident Trump steht unter Zeitdruck. Am 4. Juli jährt sich der Unabhängigkeitstag zum 250. Mal. Große Feierlichkeiten stehen am Programm. Am 11. Juni findet das Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft in Nordamerika statt. Diese zwei Großereignisse würden durch die Konflikte und Krisen vollkommen überschattet werden. Ist das im Sinne von Washingtons Make-America-Great-Again-Grandeur? Eine Niederlage würde Washington niemals akzeptieren – somit müsste es zu einem „Deal“, einer Vereinbarung zwischen China (Iran) und den USA kommen, die beide Seiten als „Sieg“ darstellen können. — Die Midterms (Wahlen) in den USA stehen im November an. Die Republikaner mit Präsident Trump dürfen sich keine Schlappe leisten, ansonsten verlieren sie wichtige Sitze im Kongress und Senat.
Ziel von Washington? Was auch immer geschieht, für Washington geht es einzig darum, durch den Konflikt aufzuzeigen, dass eine Ressourcensicherung (Kanada, Grönland, Kuba, Venezuela, etc.) alternativlos ist, will man in der neuen multipolaren Weltordnung bestehen. Gleichzeitig würde es den US-Dollar als globale Leitwährung stärken.
Überprüfung? Ich werde je nach Lage der geopolitischen Situation Kommentare und Anmerkungen verfassen. Auf diese Weise kann ich vielleicht erkennen, worin ich mich getäuscht habe und warum. Schlussendlich gilt für jeden von uns: Wir wissen, dass wir nichts wissen.
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Ich habe mit dem künstlich intelligenten Sprachmodell Claude Opus 4.6 (Adaptive) Überlegungen zum gegenwärtigen geopolitischen Tohuwabohu besprochen und ihn gebeten, eine Zusammenfassung meiner Analyse zu erstellen.
Was, wenn der Iran-Krieg, die Zölle gegen China, die Annexionsrethorik gegenüber Grönland und Kanada kein Chaos sind – sondern ein Plan? Wenn man die aktuellen geopolitischen Entwicklungen nicht isoliert betrachtet, sondern als Gesamtbild, ergibt sich eine erschreckend kohärente Strategie. Hier eine Zusammenfassung.
Schritt 1: China wirtschaftlich isolieren
China ist die einzige Macht, die den USA die globale Vorherrschaft streitig machen kann. Die Schwachstelle: China ist Exportweltmeister – und damit abhängig von stabilen Absatzmärkten. 145 % Zölle schneiden China vom US-Markt ab (~15 % der chinesischen Exporte). Aber: ~45–50 % der chinesischen Exporte gehen nach Asien – und genau hier kommt der Iran-Krieg ins Spiel.
Schritt 2: Die Energiewaffe – Iran und die Straße von Hormus
Durch die Straße von Hormus fließen ~20–25 % des weltweiten Öls. Die Hauptabnehmer: China, Japan, Südkorea, Indien – also exakt Chinas wichtigste Handelspartner. Eine Blockade oder Zerstörung der Golf-Infrastruktur stürzt ganz Asien in eine Energiekrise. Wirtschaftskrisen in Asien → Chinas Absatzmärkte brechen weg. Gleichzeitig trifft es Europa → auch dieser Markt fällt für China aus. Die USA selbst? Seit der Schieferöl-Revolution weitgehend energieautark. Das Ergebnis: China verliert gleichzeitig seine drei größten Absatzregionen. Massenarbeitslosigkeit und soziale Unruhen könnten folgen – und die Legitimität der KPCh beruht seit Jahrzehnten auf dem Wohlstandsversprechen.
Schritt 3: „Greater North America“ – Krise als Legitimation
Wenn die Welt in einer Energiekrise versinkt, brauchen die USA „sichere“ Rohstoffquellen. Plötzlich wird die Annexionsrhetorik gegenüber Kanada (Öl, Uran, Wasser), Grönland (Seltene Erden) und Venezuela (größte Ölreserven der Welt) zur „strategischen Notwendigkeit“. Eine solche „Festung Nordamerika“ wäre nahezu vollständig autark – während der Rest der Welt am Tropf hängt.
Ist das neu? Nein.
Die Rhetorik Trumps ist laut und unverblümt – aber die Methode ist uralt:
1953 – Iran: CIA und MI6 stürzen den demokratisch gewählten Premierminister Mossadegh, um die Kontrolle über iranisches Öl zu sichern.
1973 – Chile: Die CIA unterstützt den Putsch gegen Allende – ein demokratisch gewählter Sozialist, der US-Wirtschaftsinteressen bedrohte.
2003 – Irak: Ein Krieg auf Basis falscher Beweise („Massenvernichtungswaffen“), der die gesamte Region destabilisierte – und westlichen Unternehmen Zugang zu irakischem Öl verschaffte.
Vor dem Ersten Weltkrieg waren die europäischen Großmächte wirtschaftlich eng verflochten – trotzdem kam es zum Krieg, weil Nationalismus und Machtstreben die Vernunft besiegten.
Japan 1930er: Innere Wirtschaftskrise → Expansion nach China und Südostasien → Ressourcensicherung als „Überlebensfrage“ der Nation.
Das Muster ist immer dasselbe:
Krise schaffen oder nutzen → Krieg führen → Expansion legitimieren.
Die eigentliche Frage
Die amerikanische Bevölkerung ist der letzte Unsicherheitsfaktor. Historisch gilt: In Kriegszeiten steigt die Zustimmung zum Präsidenten (Bush nach 9/11: von 51 % auf 90 %). Aber die USA sind heute tief gespalten, und soziale Medien machen es schwerer, ein einheitliches Narrativ zu kontrollieren. Trotzdem: Was vor fünf Jahren undenkbar schien – offene Annexionsrhetorik gegenüber Verbündeten, ein Handelskrieg gegen die halbe Welt, der Abbau demokratischer Institutionen – ist heute Realität. Man muss nicht an Verschwörungen glauben. Man muss nur die Punkte verbinden, die offen auf dem Tisch liegen.
Diese Analyse basiert auf öffentlich zugänglichen Handelsdaten, historischen Parallelen und der erklärten Politik der US-Regierung. Sie erhebt keinen Anspruch auf Gewissheit – aber sie stellt Fragen, die gestellt werden müssen.

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