Du verschickst Einladungen an A, B, C und D für einen gemütlichen Abend mit Wein und Plauderei. Nun ist es so, dass A Interesse an B, B Interesse an C, C Interesse an D und D Interesse an XYZ hat. Der Zusage-Reigen setzt mit einem „Ja, warum nicht?“ oder „Ich hab’s mir mal notiert.“ ein.
Dann erfährt D, dass am selben Tag XYZ (von der/dem du ja nix weißt) Zeit für ihn/sie hätte. Aha. D schickt also ein „Sorry!“. Was wiederum C veranlasst, sich ebenfalls zurückzuziehen („Warum kommt der/die D nicht?“). B ist es peinlich, mit einmal doch keine Zeit zu haben. Und A? („Nur wir zwei?“)
Die Moral von dieser Geschichte?
Wir sind mal der Gastgeber, mal A, mal B, mal C, mal D – selten XYZ.
Im Übrigen, das Wort „sorry“ kommt bei mir gar nicht gut. Es riecht nach Schulterzucken. Es schmeckt nach Wurschtigkeit. Es verkürzt die Erklärung, die nicht gegeben werden muss, die aber für den höflichen und respektvollen Umgang notwendig ist. Wir wollen uns die Rosinen aus dem Kuchen (na gut, Rosinen kann ich net leiden, aber …) picken, vermeinen ein Recht darauf zu haben. Legen uns nicht fest. Entscheiden kurzfristig. Es wird abgewogen. Es wird gerechnet. Kalkuliert. Justiert. Deshalb braucht es Bezugspersonen. Deshalb sehnen sich so viele nach einer Partnerschaft, im Glauben, dass dadurch alles Problem gelöst wird. Wird es?
[update des Beitrages „Tonic„]
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