l’appel de l’orient

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Eigentlich wollte ich ja hier und jetzt lang und breit über die (familiäre) Podiumsdiskussion vom Team Teichenberg zur Programm-Reform des ORF erzählen. Diese fand im Quartier der Digitalen Kunst (QDK) im MuseumsQuartier statt. Die Diskussion an sich war jetzt nicht so aufregend, aber das Drumherum, das Persönliche, das Networking, das Aufgenommene, ja, das wäre und ist ein Eintrag wert – vielleicht morgen.

Während ich also gerade den Hunger stillte, zappte ich blöd herum und landete auf Wiens erstem offenen Fernsehkanal (OKTO), wo ein Gespräch mit Angelika Herta und Anna Walch, zwei Literatur- wissenschaftlerinnen, gesendet wurde, die marokkanische Schrift- steller vor Ort interviewt und daraus den Dokumentarfilm l’appel de l’orient gemacht haben. Das klingt jetzt nicht gerade spannend. Ist es aber! Denn was diese älteren Herren (und eine Dame) aus Marokko zu sagen haben, das ist tief beeindruckend. Jetzt habe ich die beiden natürlich gleich angeschrieben – in der Hoffnung, dass sie mir eine DVD (gegen Bezahlung) schicken werden.

Ach, es ist halt eine große Freud, wenn man engagierte Menschen kennen lernen darf, die die festgefahrenen Pfade (wenigstens für kurze Zeit) verlassen bzw. verlassen haben. Wenn dich andere durch ihr Tun oder ihre Präsenz beeindrucken, beeinflussen sie dich. Jeder Einfluss, ob gut, ob schlecht, tropft in deine Seele. Bis diese überläuft. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, diesen Überfluss in eine Form zu bringen, diesem eine Form zu geben. So entsteht Inspiration. So entsteht schlussendlich wahre Kunst.

5 Antworten zu „l’appel de l’orient”.

  1. Avatar von LillY
    LillY

    Poetisch!

  2. Avatar von LillY
    LillY

    Da ist er ja!
    Bommel, ich glaub ich spinn.

  3. Avatar von Laura

    Eine neue und klare Bedeutung der Inspiration, dank Dichter Richard!

  4. Avatar von maureen vom nebenschauplatz

    inspiration ist etwas wunderbares, vor allem, weil man dabei gleichzeitig an menschen denken kann, die einem tief beeindrucken.
    und dann dieses „vorwärts“, „vorwärts“, „mehr“, „mehr“ im kopf gekoppelt mit diesem beklemmenden gefühl im brustkorb, beklemmend und doch befreiend.
    wunderbar.
    schön hast du es in worte gefasst.

    herzlichst, maureen

  5. Avatar von Richard K. Breuer

    Beklemmende Befreiung! Definitiv! Wir werden uns viel zu erzählen haben, Maureen. Erfreulich.

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