Gestern also zum dritten Mal im Theater, im TWW. Ich kann scheinbar noch immer nicht genug bekommen. Woran es wohl liegen mag? Natürlich, ich habe Anteil daran und freue mich, wenn gelacht und geschmunzelt wird, wenn das Publikum aufmerksam ist und die Pointen und Bonmots nicht nur gierig hinunterhört, sondern es sich diese genüsslich auf dem Ohr zergehen lassen. Aber der wahre Grund ist wohl die alles überstrahlende Sympathie, die jede Aufführung angenehm einhüllt und in ein berauschendes, ja erregendes Seelen- spiel färbt! Beinah könnte man danach süchtig werden. Ob ich morgen wieder hingeh?
Gestern. X. sagte mir ab („Babysitten für eine sehr gute Freundin“) Y. sagte mir ab („Ich hab es dir nicht versprochen!“). Ich war verärgert. Sehr verärgert. Also „nur“ mit T. ins Theater. Nach dem Umtrunk wieder zurück nach Wien, diesmal aber mit Jean Paul und Princess am Rücksitz. Unterhaltsam war’s, die automobile Kleinkunstbühne. Und aus dem Ärger ist Trotz geworden.
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