Warte auf M. Straßenbahnstation. Drei Jugendliche hören sich Musik über ihr Ghettoblaster-Mobilofon an. Was mich ärgert, geradezu aggressiv macht. Warum? Weil sie kein Gefühl für ihre Umwelt haben. Weil sie nicht über ihren Ego-Tellerrand hinaus sehen wollen. Weil sie davon ausgehen, dass es niemanden stört. Schließlich reicht es mir. Ich spreche sie an, frage, ob man die Musik nicht leiser machen kann. Ein Mädel, mit Zigarette in der Hand, stellt sich zu mir, sieht zu mir auf.
„Warum bitte? Wir sind in der Freiheit!“
Die nachfolgende Diskussion will hier nicht wiedergeben. Vermutlich, wer wüsste es nicht, waren wir alle einmal so. Verquere, starrköpfige und aufmüpfige Jugendliche, die sich an den älteren Generationen reiben wollen. Ja, langsam kristallisiert es sich heraus, das Spießbürgerliche in mir. Oder wie es M., der ich es sogleich erzählen musste, auf ihre charmante Art und Weise, lautstark hinausposaunt: „du bist ganz schön bieder“.
update: 1986. San Francisco. Star Trek – The Voyage Home. Spock löst das Problem auf seine Weise … [leider konnte ich nur eine neu abgemischte Szene finden; die Original-Musik ist natürlich „Punk“]
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