die Gewaltfreie Kommunikation des Herrn S. (1)

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Gerhard Sprinzel, ein guter Freund von mir, bietet nun endlich Familienaufstellungen und, wichtig!, Seminare zum Thema „Gewalt- freie Kommunikation“ an. Bevor ich in späterer Folge ins Detail gehe, lesen wir mal, was er dazu zu sagen hat:

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„Gewaltfreie Kommunikation ist für mich eine grund- legende Haltung. Sie hilft mir die ‚Stürme des Alltags‘ zu meistern, da ich mit meinem Gegenüber eine einfühlende Verbindung eingehen und zugleich auch meinen Gefühlen und Bedürfnissen Beachtung schenken kann.“

Was ist Gewaltfreie Kommunikation? Die Gewaltfreie Kom- munikation (GFK) ist ein hochwirksamer Prozess, der Verbundenheit und mitfühlendes Handeln inspiriert. Sie liefert einen Rahmen für die Entwicklung von Fähigkeiten, die bei der Lösung menschlicher Probleme von Nutzen sind, angefangen von Problemen, die in engen persönlichen Beziehungen auftreten, bis hinzu weltweiten politischen Konflikten. Mit Hilfe der GFK richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Gefühle und Bedürfnisse, die wir alle haben, statt auf ein Denken im Sinne von Urteilen und Beschuldigungen. Sie ermöglicht es uns, einen kreativen Dialog zu beginnen, um unsere eigenen, uns völlig zufrieden stellenden Lösungen zu finden.

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4 Antworten zu „die Gewaltfreie Kommunikation des Herrn S. (1)”.

  1. Avatar von LillY

    Die Familienaufstellung kann sehr viel an Konflikten lösen, aber auch einen Scherbenhaufen hinterlassen. Es ist schon ok, wenn Augen geöffnet werden, aber man muss dann mit dieser Botschaft auch umgehen können. Ich kenne einen Fall, der mit einer Familienaufstellung nach Hause entlassen wurde und in eine tiefe Depression verfiel.
    Mir bieten einfach schon zu viele Leute die Familienaufstellung an und es wird mir zu unübersichtlich, inwieweit diese Menschen auch psychologisch geschult sind und die Leute nachbetreuen können.

  2. Avatar von Richard K. Breuer

    Ja, LillY, du sprichst mir freilich aus der Seele. Wobei, auch psychologisch geschulte Leute interessieren sich selten für die „Nachbetreuung“, schon gar nicht, wenn dabei kein Geld rausschaut bzw. die Krankenkasse es nicht zahlen möchte.

    Am Ende muss jeder sein Problem selber lösen und anpacken (= Binsenweisheit), andere können nur Impulsgeber sein. Ein Therapeut wird z.B. keine Partnerin, keinen Partner ersetzen oder herbeireden können.

    Im Übrigen gibt’s ja ein Buch, in dem ein Psychologe behauptet, dass Psycho-Therapien langfristig gesehen in vielen Fällen keine „Heilung“ bringen (und der gleiche Effekt erzielt werden kann, wenn man mit Freunden redet). Darüber ließe sich freilich lang und breit diskutieren 😉

    Die Frage ist eher: wie kann es sein, dass wir Menschen „in den besten aller möglichen Welten“ leben und, obwohl es uns allem Anschein nach sehr gut geht, die seelischen Erkrankungsfälle, die Suizid-Rate, die Sucht-Rate stetig nach oben klettern sehen? Merkwürdig, oder?

  3. Avatar von LillY

    Vielleicht weil wir zu wenig miteinander reden? Weil keine Zeit mehr, um Probleme von unten aufzurollen?
    Für meine Begriffe geht ohnehin alles viel zu schnell, vielleicht ist das aber auch das Alter.
    In gewissen Dingen verordne ich mir, wo möglich eine erzwungene Langsamkeit.

  4. Avatar von Richard K. Breuer

    Der stetige Leistungs- und Zeitdruck einerseits und die Weigerung, zu akzeptieren, dass wir nicht alles bekommen können, was wir wollen andererseits, bringt uns in Teufels Küche!

    Zu meist bleibt für die Menschen nur noch die Flucht in die Sucht: Drogen konsumieren, Geld ausgeben, Essen verschlingen, Film und Serien gucken, am Computer spielen, Bücher lesen, Bücher schreiben, Kunst machen, Partner wechseln, virtuelle Communities beitreten usw. und so fort. Alles, nur um die Realität draußen zu lassen. Was aber langfristig nicht funktioniert …

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