Gestern also die lang erwartete „Muschis on Tour„-Vernissage. Freilich war ich dort. Musste die Kunstwerke inspizieren, sozusagen unter die Lupe nehmen. Außerdem konnte ich (und andere) meine Lippen auf einem Video bewundern (eine ältere Frau: „Sie kommen mit bekannt vor? Waren Sie vielleicht in dem Video? Ihr Bart ist mir gleich aufgefallen“). Do Laura, die Fotografin, und Monika Heischberger, die Künstlerin, zeigten, wie frau mit dem Thema der weiblichen Intimzone (vulgo „Schwanzgarage“ – wie ich im Video hören durfte) kreativ umgeht. Die stilisierten Garagen, pardon, weiblichen Lustzentren, fielen sehr unterschiedlich aus. Ich hegte Sympathie mit der schwarzen Boa. Wie die Abstimmung ausging, weiß ich nicht – ich hoffe, man wird sie veröffentlichen. Übrigens war auch Puls-TV anwesend – der Beitrag ist am Montag, 29.10. zu sehen. Ja, ja!
Die Bilder von der guten Laura, die haben mir gefallen. Wie diese Bilder zu Stande kamen, nun, darüber schweig ich mich lieber aus, aber wie sagte Raoul: „Die Laura wird die Bilder ohne Zuschauer gemalt haben. Und sie dürfte eine Lebensmittelfarbe verwendet haben.“ Wer es genauer wissen möchte, der wende sich an die Künstlerin 🙂
Laura stellte mir Markus Mooslechner vor, der „nichtlineare Kunst“ mache. Verwirrt schaute ich ihn an, nickte und meinte, seine WebSite anzuklicken, um mir ein Bild zu machen. Ich geb’s ja zu, dass ich dachte, wieder so ein kreativer Spinner, wie sie mir zu Hauf über den Weg laufen (ich gehör freilich auch dazu!). Vor ein paar Minuten klickte ich auf seine WebSite und mich hat’s vom Hocker g’haut. Passiert selten. So gut wie nie. Wirklich wahr! So eine perfekt ästhetisch umgesetzte WebSite hab ich ja noch selten gesehen. Grund genug, den Link in meine Sammlung aufzunehmen. Werde mal mit dem guten Markus auf ein Kaffeetscherl gehen, vielleicht kann ich ihm ein kleines Bilderl abschwatzen („Ach, du weißt ja, die Schriftstellerei bringt kein Geld …“). Hm?! Dazu fallen mir wieder ein paar kreative Gedanken ein …
Als ich so beim Buffet steh, mir ein Brötchen mit Liptauer schmiere, komme ich mit zwei Mädels ins Gespräch. Marta kommt aus Warschau, Renée aus Kalifornien. Beide open minded, locker, lustig. Raoul gesellt sich wenig später zu uns, erzählt, dass er viele Jahre in Kalifornien gelebt hat. Jetzt die Frage! Warum sind die drei von zu Hause weg und in die fremde Welt gezogen? Jeder darf einmal raten. Nun?
Jedenfalls machen sie große Augen, als ich erzähle, ich wäre Schriftsteller. Ich zeige ihnen das Buch und sie nicken anerkennend. Raoul will eines haben, fragt mich, ob ich meine Perversionen eingearbeitet habe. Ich sage ja. Und er freut sich.
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