Ein Film von Tom Tykwer (2006).
Äh, ja, also, das Buch von Partrick Süskind hab ich nicht gelesen. Hätte ich es sollen? Vermutlich. Wie dem auch sei, der Film zum Buch hat mir gefallen. Da wurde nichts geschönt, nichts geglättet. Vielleicht schon eine Spur zu viel, aber immer noch besser als zu wenig. So lob ich mir das.
Tom Tykwers Regie ist wahrlich eine Freude. Diese frische und freche Herangehensweise an die Historie und an die Literatur ist bemerkenswert, die Umsetzung (soweit ich es beurteilen kann) gelungen. Die Entscheidung, eine Erzählerstimme aus dem off sprechen zu lassen, um wichtige Momente zu erhellen, finde ich superb! Diese Stimme hat etwas Literarisches und hebt diesen Film dadurch um eine Stufe. Die visuelle Filmsprache ist nahezu perfekt, daran gibt es für mich nichts auszusetzen. Die Schauspieler passen sich ihren Figuren an und umgekehrt.
Ich denke, würde es mehr solcher Produktionen geben, der europäische Film würde Hollywood den Rang ablaufen. Aber hierzu fehlen noch Jahrzehnte der Erfahrung. Anders gesagt: Tom Tykwer musste extra aus Los Angeles einen dressierten Hund einfliegen lassen, weil die anderen europäischen nicht in der Lage waren, die Anforderungen zu erfüllen.
Also, wenn ich mal eines meiner Bücher verfilmt sehen möchte, dann denke ich (heute), dass Tom Tykwer genau der Richtige ist. Ein größeres Kompliment kann ich diesem Kerl nicht machen. Hat jemand seine Telefonnummer bei der Hand?
Hinterlasse eine Antwort zu Richard K. Breuer Antwort abbrechen