
Das war es also. Die erste Fassung des Drehbuchs ist geschrieben. Aus veranschlagten 150 Seiten sind etwa 370 geworden. Wie konnte das passieren? Es ist einfach passiert. Wie lange habe ich daran geschrieben? Etwa eine Woche. Freilich, zuvor gab es bereits ein grobes Konzept, eine erste Szenenabfolge (was passiert wann wo). Ein Leitfaden, von dem abgeschwenkt werden konnte, aber im Großen und Ganzen bin ich ihm gefolgt. Immer wieder Abschweifungen, wenn es die Situationen (sprich: man nehme zwei Charaktere und füge andere hinzu) erforderte, ja geradezu danach schrie.
Ich schreibe die Zeilen jetzt nicht, um mich zu beweihräuchern (könnte sowieso der volle Shit sein, das Script), sondern um mich später einmal daran zu erinnern, dass ich in einer Woche wie „deppert“ am Drehbuch geschrieben habe UND mich zum Teil „ang’schifft“ habe, vor Lachen. Ja, ist eine Komödie. Gut erkannt. Ansonsten wär’s blöd. Und sie spielt in Wien. Eh klar, net?
SP. hat brav das Geschriebene gelesen und Anmerkungen gegeben. So schnell würd ich mir das auch bei den Büchern wünschen, aber ich sollt nicht zu viel fordern, gell. Jedenfalls steht die nächste Zeit die Überarbeitung am Programm und das Kürzen. Zur Info: der Film von Woody Allen („Vicky, Christina, Barcelona“) dauert etwa 90 Minuten und die Drehbuchlänge ist ewta 145 Seiten (es sollte meiner Formatierung entsprechen). Damit hätte ich wahrscheinlich die erste 3stündige Filmparodie geschrieben (andererseits, es gibt ja nichts, was es nicht gibt). Wir überlegen, das Ganze vielleicht als TV-Mehrteiler zu präsentieren. Wäre vermutlich sogar sinnvoller, als eine verkrüppelte 100-Minuten-Fassung daraus zu destillieren. Schauen wir mal, was SP. kürzt (da bin ich auch gespannt; an den Kürzungen kann man gut erkennen, was gefällt und was nicht).
So!
Back to work …
P.S.: und ein Bücherl möcht ich daraus machen. Bei Ro2069 hab ich ja auch ein verzaubertes Drehbuch in Buchform gegossen („Ist das jetzt ein Theaterstück oder ein Roman?“)
P.S.S.: gerade „nachgezählt; es sind ganze 425.363 Zeichen. Beachtlich. Wär hätte das gedacht? Ja, schwummrig kann einem da schon werden, wenn man mit Kopfweh aufwacht, weil die Story nach einer Lösung verlangt. Wir wollen ja keinen Stumpfsinn schreiben, net? Eine Mörderg’schicht muss auch immer eine passable (und augenzwinkernden) Lösung anbieten. Die hab ich. Definitiv. Das freut das Dichterherz. Aber warten wir lieber mal auf die SP., net?
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