
Gerade die „Einladungen“ für meinen BUCH WIEN Messe-Auftritt in facebook und XING abgeschickt. Dabei jeden Kontakt „in der Klick-Hand“ gehabt und entschieden, ob er oder sie eine Benachrichtigung bekommt. Heutzutage ist es so einfach, einer Hundertschaft an Leutchen eine Benachrichtigung zu schicken, dass es nicht weiter verwundert, wenn von dieser Möglichkeit inflationär Gebrauch gemacht wird. Was wiederum zur Folge hat, dass man die Event-Einladungen nicht einmal ignoriert. So wird es auch mir, respektive meiner Benachrichtigung, ergehen. Da darf man sich keiner Illusion hingeben. Die Rücklaufquote in Zeiten des Web grundelt/tümpelt vermutlich im Promille-Bereich herum. Freilich, dort, wo der persönliche bzw. virtuelle Kontakt vorhanden ist, dort gibt es auch zumeist eine Rückmeldung. Aber für die en-passant-Kontakte, die man eben hat, weil es sich irgendwann, irgendwie ergeben hat, zählt so eine Event-Einladung nichts. Freilich, natürlich gibt es die berühmt berüchtigte Ausnahme. Ein Wort, ein Ort, eine Location – irgendein Momentum, das den potenziellen Gast aufhorchen lässt. So ein Momentum ist schwer zu finden. Jedenfalls für den kleinen Mann von der (kreativ-künstlerischen) Straße.
Event-Benachrichtigungen sind ein Spiel mit dem Feuer. Verschickt man zu viele und zu oft, wird man gnadenlos in die Schublade „entbehrlich“ gesteckt. Im schlimmsten Fall „nervend“. Sind die Events, die man „bewirbt“, kaum der Rede wert, wird man in die Schublade „belanglos“ geworfen. Da braucht es schon ein gehöriges Maß an Zurückhaltung, um sich durch den Ablehnungs-Dschungel zu schlagen. Ich vergleiche es gerne mit einer Steinschloßpistole, die einen Schuss hatte, bevor man sie wieder mühsam und zeitraubend nachladen musste. Ja, der Schuss muss wohl durchdacht sein. Wann? Gegen wen? Wohin? Gut, dass ich darin geübt bin. In Penly – dem vorläufig vierten und letzten Band der Tiret-Saga – werden genau solche Fragen gestellt. Dumm, dass am Ende alle im Blut liegen und der Vergleich ein wenig hinkt. Aber wer sagt, dass Scoial Media nicht ein Gemetzel ist? Eben!
.
Hinterlasse eine Antwort zu BUCH WIEN 2010 – bitte einzutreten! « richard k. breuer Antwort abbrechen