Bahnhof Reichenau-Payerbach. Durch Zufall einen kleinen schmalen Weg gefunden, der nach Reichenau führt. Vor ein paar Jahren noch auf der Straße, neben den Autos, in den Ort „spaziert“. Kein Vergnügen. Deshalb konnte ich dieser Örtlichkeit nix abgewinnen. Aber siehe da, es geht auch ohne Autoverkehr. Wunderbar.
Dann zum Kurpark – der schönste Teil von Reichenau und ein kleines Schild gesehen, dass das Park-Café offen hat. Also machte ich mich auf den Weg und war ein wenig enttäuscht, als ich es gefunden habe. Der „klassische monotone 6oer-Jahre-Espresso-Beton-Flachbau“. Immerhin gab’s einen einigermaßen geschützen Nichtraucher- bereich. Während die zwei Einheimischen im Beisl-Bereich lauthals bellten, machte es sich der Wiener, als einziger Gast, im Konditorei-Bereich gemütlich. Eck-Tischerl mit Blick auf die Bergerln. Hier könnte also auch der gute Schnitzler gesessen (freilich im leider abgerissenen Holzbau, der an dieser Stelle stand) und gearbeitet haben.
Ohne es zu wollen, drängte sich plötzlich die Danksagung für „Tiret“ auf, die ich bis jetzt immer aufgeschoben hatte. Wundersame Inspiration. Allerherrlichst, wenn die Füllfeder übers Blatt hetzt. Freilich, alles nur eine grobe Skizze, aber immerhin. Schön, dass ich dann schreiben werde können: „Reichenau, 30.12.2007“ … klingt gar nicht schlecht. Und außerdem hab ich dann bei der Gemeinde Reichenau ein Stein im Brett. Der gute Autorenkollege Peter B. sagt mir ja, dass dort hochdotierte Literatur-Ausschreibungen zu gewinnen sind.
Jetzt geh ich aber heia.
Es gibt ja noch viel zu tun.
p.s.: die brave Laura aus Yaoundé, in Kamerun (!), hat ihre Bibliothek mit „meinem“ Rotkäppchen fotografiert. Ja, das Rotkäppchen kommt weit herum 🙂
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